Du befindest Dich hier:

junge GEW Köln/LASS-NW > Generation Praktikum

Studie der Hans-Böckler-Stiftung zum Berufseinstieg von Akademikern

Praktika nach Studienabschluss: Zwischen Fairness und Ausbeutung

Hans-Böckler Stiftung: Studie zu Generation PraktikumDer Berufseinstieg von Hochschulabsolventinnen und -absolventen hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Ein höherer Anteil an Hochschulabsolventen insgesamt, ein allgemeiner Trend zu mehr befristeten Beschäftigungsverhältnissen und eine höhere Instabilität in vielen Arbeitsverhältnissen prägen auch ihre Situation. Praktika nach Studienabschluss sind eine Facette dieses Phänomens: Weil der von vielen Absolventen angestrebte Übergang in eine dauerhafte, finanziell abgesicherte Beschäftigung zunächst nicht gelingt, treten sie nach erfolgreichem Abschluss des Studiums erst einmal ein Praktikum an. Die Praktikanten mit Hochschulabschluss erhoffen sich berufliche Orientierung und  womöglich eine Übernahme. Welche Praktika diesen Hoffnungen gerecht werden und welche nicht, wie die Absolventen ihre Situation erleben und welche Regulierungsvorschläge sie befürworten, haben Heidemarie Hecht, Absolventenforscherin an der Freien Universität Berlin, und Dr. Boris Schmidt untersucht. Die neue Studie "Generation Praktikum 2011" wurde von der Hans-Böckler-Stiftung und der DGB-Jugend gefördert.  ( ... )

Die Studie in der Presse:

Kleine "Praktikanten-Typologie"

Achtung unsichere Arbeit

Ihre Wochenenden verbringen sie mit Bewerbungsanschreiben und der Frage "Wie mache ich mich heute unentbehrlich?". Sie sind dankbar für jede unbezahlte Arbeitsstelle, schließlich "sammeln" sie für den Lebenslauf. Sie stehen ständig unter Strom und leben aus dem Koffer, ihr soziales Netz ist weit, aber instabil.



Konferenz soll Klarheit bringen

"Menschen mit Praktikumshintergrund" - "Praktika stärken, Missbrauch verhindern"

(dgb-jugend, 7. Mai 2008) Vor kurzem hat das Bundesministerium für Arbeit eine Studie vorgestellt, die Auskunft gibt über die Situation von Praktikanten. Die Studie ist für das Ministerium Anlass, gesetzliche Klarstellungen vorzunehmen. Aber welche? Man weiß es noch nicht genau.

 


Generation Praktikum

Praktikanten sind billige Arbeitskräfte ohne Rechte

Es gibt den Trend, reguläre Jobs durch Praktika zu ersetzen. Immer mehr Unternehmen stellen "PraktikantInnen" an und lassen sie unbezahlt voll mitarbeiten. Das gilt auch für HochschulabsolventInnen. Die Unternehmen profitieren im hohen Maße von den hoch qualifizierten, äußerst leistungswilligen und flexiblen Mitarbeitern. Indem sie kein Gehalt zahlen, nutzen sie die Berufseinsteiger aus. Gegen diese Entwicklung formiert sich ein europaweiter Protest.

 

Generation Praktikum – Mythos oder Massenphänomen?

Eine Studie des HIS im Auftrag des Bundesbildungsministeriums soll das Bild von der ťGeneration PraktikumŤ korrigieren. Von einem Massenphänomen kann angeblich keine Rede sein. Doch es gibt erhebliche Unterschiede in den Studiengängen. 34 Prozent der Geisteswissenschaftler starten ihre Karriere mit einem Praktikum. Kritik kommt von der stellvertretenden DGB-Bundesvorsitzenden Ingrid Sehrbrock. Die Daten seien wenig aussagekräftig.

 

Schlecht bezahlte und befristete Jobs zunehmend auch im Bildungsbereich zu

E&W (Erziehung und Wissenschaft)
Heft 4/2007 Schwerpunkt Prekaritat

 

Lange, unterbezahlt, fest eingeplant!

Praktika nach dem Studium sind zum Normalfall geworden. Das geht aus einer am 01.02.2007 vorgestellten, im Auftrag der DGB-Jugend und der Hans-Böckler-Stiftung erstellten Studie hervor.
Demnach absolvieren 37 Prozent der Hochschulabsolventinnen und -absolventen ein Praktikum, 11 Prozent sogar ein zweites. Die Hälfte der Praktika ist unbezahlt. Durchschnittlich dauern die Praktika sechs Monate, zwei Drittel der Praktikantinnen und Praktikanten werden in dieser Zeit finanziell von ihren Eltern unterstützt, 40 Prozent müssen sich über einen Nebenjob finanzieren. Die Hälfte der Befragten gab an, dass ihre Arbeit fest in der Unternehmensarbeit eingeplant war.

 

Online-Dienst Telepolis:

Ausbeutung statt Ausbildung

Bericht vom 4. Februar 2007, zu finden unter www.heise.de/

Praktikanten vor Ausbeutung schützen - Rekordbeteiligung bei Praktika-Petition

Die von DGB-Jugend und dem Verein fairwork eingereichte Online-Petition für eine Mindestvergütung von Praktika haben in den ersten 17 Tagen mehr als 40.000 Menschen unterschrieben. Damit rückt eine öffentliche Anhörung im Bundestag in greifbare Nähe. Bis zum 19.12. müssten 50.000 Unterschriften vorliegen. Gefordert werden eine Mindestvergütung von Praktika in Höhe von 300 Euro sowie eine zeitliche Begrenzung von Praktika auf 3 Monate. Jetzt noch wacker mitmachen und die Online-Petition unterstützen!
Mehr Infos und den Link zur Petition gibt es über unsere bekannte Homepage.

 

Endstation Praktikum

Berufsanfänger sind heute europaweit mit Perspektivlosigkeit und unsicherer beruflicher Situation konfrontiert. Der Themenabend beschreibt die Lage der "prekären Generation" in Europa.

 

Praktika von HochschulabsolventInnen

Die DGB-Jugend hat mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung eine Studie zu der Situation von PraktikantInnen erstellt. Die Studie basiert auf Antworten von PraktikantInnen sowie Interviews mit ExpertInnen. Die quantitativen Ergebnisse sind aufgrund der kleinen Stichprobe nicht repräsentativ, bieten aber erste Eindrücke für die Analyse. Die Studie kommt zu dem ersten Resultat, dass sich ein ‚PraktikantInnenarbeitsmarkt’ mit prekären Beschäftigungssituationen gebildet hat, der durchaus reguläre Beschäftigungsverhältnisse verdrängt.

 

Die 1000-Euro Generation

"1000-Euro-Generation" - der Roman, den die Italiener Alessandro Rimassa und Antonio Incorvaia im Dezember 2005 im Internet publizierten, wurde nicht nur zu einer Art Kultbuch der italienischen Endzwanziger, sondern prägte auch das Schagwort für ein europäisches Phänomen. (weiter)

Weitere Artikel zum Thema:

     

jungeGEW Köln, 14.03.2009