Ziel der Summer Factory an der Goethe-Universität Frankfurt am Main ist die kollektive Erarbeitung eines alternativen Crossover-Konzepts für eine grundlegende Bildungsreform.
Vom 24.-26. September 2010 veranstaltet das Institut Solidarische
Moderne (ein rot-rot-grünes Crossover-Projekt) seine erste Summer Factory in Frankfurt am Main. Inhaltlich wird
sich diese dem Thema Bildung annehmen. Die Summer Factory ist eine
Konzept-Werkstatt zum Thema Bildung, in der ExpertInnen aus
Wissenschaft, Politik, Schule, Sozialarbeit und anderen engagierten
AktivistInnen in Workshops gemeinsam ein grundlegendes, alternatives
Bildungskonzept mit dem Titel „Bildung in der Demokratie“ erarbeiten.
Das Institut Solidarische Moderne will mit der Summer Factory zeigen,
dass es eine breite Gegenöffentlichkeit gibt, in der die neoliberale
Vermarktung von Bildung und Wissen grundsätzlich bestritten wird und
breitgefächerte konzeptionelle Ansätze einer alternativen
Bildungspolitik entworfen und erprobt werden. Gegen den neoliberalen
Auslese- und Verdrängungswettbewerb erkennt eine solche Bildungspolitik
im gleichen Zugang aller zum Wissen den Kern einer umfassenden
Demokratisierung der Gesellschaft.
Zum Auftakt der Factory findet Freitag Abend eine Podiumsdiskussion
statt, bei der Ziele und Motive zur Entstehung des Instituts diskutiert
werden. Auf dem Podium diskutieren Kuratoriumssprecher Prof. Dr. Stephan
Lessenich mit den PolitikerInnen und Vorstandsmitgliedern Andrea
Ypsilanti (SPD), Katja Kipping (Die Linke), Sven Giegold (Bündnis
90/Grüne). Samstag und Sonntag findet der Arbeitsprozess am gemeinsamen
alternativen Bildungskonzept statt. In einem ersten Schritt wird eine
Bestandsaufnahme des Status Quo erstellt, auf deren Grundlage im zweiten
Teil dann Alternativen aufgezeigt werden sollen. In den Workshops, die
von den ExpertInnen moderiert werden, sollen Teilergebnisse erarbeitet
werden, die dann in das gemeinsame Manifest „Bildung in der Demokratie“
einfließen, das am Sonntag präsentiert und diskutiert wird. Themen der
Workshops sind u.a. Globalisierung der Hochschule, Demokratisierung der
Hochschule, Alternative Konzeptionen von Bildung/Universität, Inklusive
Schule, Migration und Schule, Soziale Arbeit und Bildung, Gendersensible
Bildungskonzepte.
Die Summer Factory ist die erste öffentliche Veranstaltung des
Instituts Solidarische Moderne. Das Institut wurde am 31. Januar 2010
als parteiübergreifende Programmwerkstatt der ProtagonistInnen einer
pluralen politischen Linken in Berlin gegründet und will Anstöße für ein
gesellschaftliches Reformprojekt geben, indem es Ideen und Konzepte
erarbeitet, sammelt, sichtet und ergänzt und in politische Kommunikation
übersetzt.
Das Programm der Summer Factory wird ab Mitte August hier abrufbar sein.
Jetzt schon können sich aber alle Interessierten hier in den Summer
Factory-Newsletter eintragen, um über alle Neuigkeiten rund um die
Konzeptwerkstatt informiert zu werden.
Es referieren auch zahlreiche BdWi-KollegInnen: u.a. der politische
Geschäftsführer Torsten Bultmann zum Thema »Universitäten in der
Globalisierung« oder Jana Schultheiss zum Thema »Demokratisierung der
Hochschulen«.
Weitere referierende BdWi-Kollegen sind Prof. Fabian
Kessel (Workshop 14 »Soziale Arbeit und Bildung« sowie die
Workshop-Leiter Max Pichl (Workshop 7:
"Demokratisierung der
Hochschule) und Felix Silomon-Pflug (Workshop 5: »Die unternehmerische
Hochschule - neoliberale Umstrukturierungen«)