WDR-Schwerpunkt:

Antifa-News

06.05.12 22:23

Angriffe auf Moscheen

MdB Ulla Jelpke (Die Linke)Anfrage von MdB Ulla Jelpkes (Die Linke) an Bundesregierung: Anzahl von Anschlägen auf Moscheen seit 2001 verdoppelt

Weiterlesen …

31.03.12 14:00

Die Erfindung des "Wilden"

ARTE: Entstehung des Rassismus

Weiterlesen …

29.03.12 10:00

Ausländer oder eingebürgert?

ARTE-Sendung am Dienstag den 3.April um 20:15

Weiterlesen …

05.01.12 10:00

Filmtipp: "Kriegerin"

Filmstart 19.01.2012

Weiterlesen …

24.10.11 16:42

Skinhead-Front Dortmund

M. Neumann bei ZEIT-Online

Weiterlesen …

Du befindest Dich hier:

junge GEW Köln/LASS-NW > Antifa > Kriegerin

Filmtipp: "Kriegerin"

Filmstart 19.01.2012

D 2011, Laufzeit: 102 Min., FSK 12
Regie: David Falko Wnendt
Darsteller: Alina Levshin, Sayed Ahmad, Jella Haase
Film-Homepage:  www.kriegerin-film.de
Kinofenster.de

 

Der Film wird auch für betreute Schulaufführungen empfohlen.

 

Coices-Kurzinfo:

Marisa (Alina Levshin) ist Neonazi. Als die junge Frau einen Unfall provoziert und von einem Asylanten mit ihrer Tat konfrontiert wird, ändert sich schleichend ihr Weltbild. Spielfilmdebüt von David Wnendt über eine Neonaziclique aus Deutschland, das mit großartigen Jungdarstellern und einem hohen Maß an Authentizität überzeugt. Aufrüttelnd, mutig, beängstigend. (he)

 

Debütfilm eines Potsdamer Hochschul-Absolventen über rechtsradikale Frauen

HFF -Absolvent David Wnendt drehte mit "Kriegerin" einen Film über die Rolle der Frauen in der rechtsextremen Szene. Eine Diskussion wollte er damit auslösen, doch die kommt ihm nun, da Deutschland seit Wochen über rechten Terror, die Zwickauer Zelle und die Terroristin Beate Zschäpe diskutiert, zuvor.

In dem Film geht es um Marisa (grandios gespielt von Alina Levshin). Sie ist eine Renee, ein weiblicher Skinhead, mit einem Hakenkreuz-Tattoo im Ausschnitt und einem Freund, der im Knast sitzt, nachdem die Clique im Zug zwei Vietnamesen zusammenschlug. Der Film handelt von Krawallnazis, die saufen und prügeln, aber zwischendurch auch immer wieder über den "Krieg gegen das System" und von der "nationalen Revolution" reden.

Regisseur Wnendt begann seine Recherche zu einer Zeit, als kaum noch einer über das Thema Rechtsextremismus sprach bzw. sprechen wollte. Er besuchte Jugendclubs in Brandenburg und entschied sich schließlich, einen Film über die Frauen in der Szene zu machen.

Dabei interessierte ihn vor allem, wie sie mit ihrer widersprüchlichen Rolle in der rechtsextremen Ideologie umgehen. So sind einerseits viele von ihnen politisch sehr aktiv, andererseits bleibt ihnen in der Ideologie nur der Platz als Mutter am Herd.

Wnendt war nicht überrascht, als er von der Existenz der Zwickauer Terrorzelle erfuhr. Seiner Meinung nach wurde gewalttätiger Rechtsextremismus sowohl in den Medien als auch in den Behörden lange Zeit verdrängt. Nun wird klar, wie weit entfernt von jeglicher Realität die Behörden mit ihren Einschätzungen waren.

"Kriegerin" erhielt mehrere Ausgezeichnungen. David Wnendt und Alina Levshin gewannen den Förderpreis des deutschen Films in den Kategorien Drehbuch und Schauspiel weiblich; der Film erhielt den "First Steps Award" und Levshin wurde auf dem Festival im brasilianischen Sao Paulo als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

 

Zurück