Warnstreikaktionen in Köln
In Köln forderten am 04.05.2010 rund 500 streikende Kolleginnen und Kollegen auf dem Hans-Böckler-Platz lautstark gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Im Anschluss an die Protestkundgebung zogen sie zum Sitz der Bezirksregierung und prästentierten dort eine "offene Rechnung" in Milliardenhöhe, zusammengesetzt aus 25 Jahren Lohndifferenz der angestellten zu den verbeamteten Lehrkräften in Nordrhein-Westfalen.
Aktionswoche 3. bis 6. Mai: Nordrhein-Westfalen
Unter dem Motto "Aussitzen gilt nicht!" haben sich gut 2.500 angestellte Lehrkräfte an den Warnstreikaktionen der GEW und der dbb Tarifunion in zehn nordrhein-westfälischen Städten beteiligt. An zahlreichen Schulen kam es zu Unterrichtsausfällen.
Die Aktionspalette an den Streikstandorten – Bielefeld, Münster,
Gelsenkirchen, Bochum, Essen, Duisburg, Wuppertal, Düsseldorf, Köln und
Bonn – reichte von spektakulären Flashmob-Aktionen über Sketche bis hin
zu symbolischen Aktionen zum Thema "Aussitzen gilt nicht“. In Duisburg
und Bochum wurden politische Grußbotschaften an den Finanzminister
Helmut Linssen (CDU) übermittelt, der Nordrhein-Westfalen in der
Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vertritt.
GEW-Landesvorsitzender
Andreas Meyer-Lauber erklärte während der Kundgebung in Düsseldorf:
"Seit 50 Jahren werden Lehrkräfte nach Arbeitgeberrichtlinien ohne
Beteiligung der Gewerkschaften eingruppiert. Das muss beendet werden.“
Es sei nicht akzeptabel, dass es für über 200.000 Lehrkräfte an den
öffentlichen Schulen Deutschlands keinen Tarifvertrag gebe.
Die 19.Sozial-erhebung des 