»eisigen Jargon der Verachtung«
Deutsche Zustände
Es konnten gezeigt werden, daß Teile des Bürgertums die Solidarität mit »denen da unten« aufkündigen und einen »eisigen Jargon der Verachtung« pflegen.
Verlagsinfo Suhrkamp:
Das Land hat sich verändert, seit 2002 der erste Band dieser Studie
erschien: Hartz IV wurde eingeführt, einem Rückgang der Arbeitslosigkeit
folgte ab 2008 die Bankenkrise; im Zuge der Fußball-WM wogte der
»Party-Patriotismus« durchs Land; 2010 beherrschten Sarrazins
umstrittene Thesen die Schlagzeilen. Der kurzfristigen Aufmerksamkeit
der Medien setzen Wilhelm Heitmeyer und sein Team ihre Langzeitumfrage
entgegen. Seismographisch dokumentieren sie die Ängste der Menschen,
ihre Einstellung gegenüber schwachen Gruppen und der Demokratie. Zuletzt
konnten sie zeigen, daß Teile des Bürgertums die Solidarität mit »denen
da unten« aufkündigen und einen »eisigen Jargon der Verachtung«
pflegen. In der zehnten und letzten Folge ziehen sie nun eine
wissenschaftliche und persönliche Bilanz.
Die Tagesschau vom 05.12.2011 berichtet von einer aktuellen OECD-Studie. In Deutschland wächst die Einkommenskluft zwischen Arm und Reich besonders stark. Dafür sei vor allem die Entwicklung der Löhne verantwortlich. Außerdem gebe es immer mehr Teilzeitarbeit und befristete Verträge.
- zum Suhrkampverlag
- zur aktrellen OECD-Studie (12/2011)
- Tagesschau vom 05.12.2011 zur OECD-Studie:
"Deutsche Einkommen driften stärker auseinander" - SWR-Hörfunk vom 05.12.2011 von Evi Seibert:
"OECD-Studie: Gesellschaft driftet weiter auseinander" - mp3-Podcast
Essay des franz. Widerstandskämpfers Stéphane HesselISM: Was soll ich lesen? 31 Veröffentlichungen im Mai

