"Hochschule & Wissenschaft" Organisationsbereich der GEW
Bildung und Wissenschaft haben in der Gesellschaft einen stetig wachsenden Stellenwert. Die Auseinandersetzungen um die Ausrichtung des Hochschulsystems und der Forschungslandschaft gewinnen vor diesem Hintergrund an Bedeutung und nehmen an politischer Schärfe zu. Die GEW fordert eine umfassende Reform von Hochschule und Forschung, die integraler Bestandteil einer Reform des gesamten Bildungssystems werden muss.
Studentische MitarbeiterInnen
"Read.me"-Sommerausgabe erschienen
Studienheft "Wissenschaft und Geschlecht"
Rund hundert Jahre ist es her, dass sich Frauen in Deutschland den Zugang zu Universitäten erkämpft haben. Seitdem hat sich einiges getan: Die Anzahl der Mädchen mit Abitur ist heute höher als die der Jungen. Etwa gleich viele Frauen wie Männer beginnen ein Studium und bei den AbsolventInnenquoten überholen die Frauen die Männer mittlerweile sogar. Andererseits wirken in den Hochschulen immer noch männliche Seilschaften und eine an Männern als Norm orientierte Wissenschaft. Dies führt nach wie vor zu strukturellen Benachteiligungen und Diskriminierungen von Frauen in der Wissenschaft, insbesondere bei den weiteren Karriereverläufen.
Fachtagung zu 40 Jahre BAföG
Zum 40. Geburtstag des Bundesausbildungsförderungsgesetzes führten BdWi und GEW am 8.10.2011 eine Fachtagung zur Studienfinanzierung in Berlin durch.
Zum gleichen Schwerpunktthema erscheint auch die Ausgabe Forum Wissenschaft 3-2011, die diesmal - ansonsten Zeitschrift des BdWi - gemeinsam von BdWi und GEW herausgegeben wird.:
Lehre: un(ter)bezahlt und nebenbei?
Diskussions- und Infoveranstaltung der Jungen GEW Köln
mit:
Dr. Matthias Burchardt (HF Uni Köln)
und
David Plate (HfMT Köln)
12. Juli 2011, 17.45 Uhr - HS-Gebäude Uni Köln
Ein Großteil der Lehre an Kölner Hochschulen wird schlecht oder gar nicht bezahlt oder muss von den wissenschaftlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen über ihren eigentlichen Aufgabenbereich hinaus angeboten werden, um den Bedarf zu decken. Die überwiegende Anzahl befristeter Lehraufträge und Mittelbau-Stellen macht kontinuierliche Lehre und Betreuung von Studierenden kaum möglich. Diese Situation ist sowohl für Studierende als auch für Lehrende mit großen Problemen und Nachteilen verbunden. Kommt vorbei und diskutiert mit uns, was die Betroffenen dagegen tun können!
BA/MA-Umstellung des Lehramtes und Lohnkürzungen stoppen!
Für ein Moratorium des Lehrerausbildungsgesetzes unterschreiben!
Auf Beschluss der ehemaligen schwarz-gelben Landesregierung soll das Lehramtsstudium in NRW zum kommenden Wintersemester grundsätzlich reformiert werden. Ein entscheidender Punkt der Reform ist, dass das Lehramtsstudium nach dem gleichen Muster auf das Bachelor-Master-System umgestellt werden soll, das sich bei den bereits umgestellten Studiengängen als grundsätzlich lern- und wissenschaftsfeindlich erwiesen hat. An Hochschulen, die bereits einen Modell-BaMa-Studiengang haben, wird das Lehramtsstudium erneut umgestellt. Außerdem soll ein Teil der Bezahlung des Referendariates entfallen.
Dagegen haben die Studierenden der GEW NRW und die junge GEW NRW eine Unterschriftenkampagne für ein Moratorium des entsprechenden Gesetzes gestartet. Ein Moratorium ermöglicht, auf Grund der Erfahrungen sowohl mit den klassischen als auch mit den Bachelor-Master-Studiengängen eine sinnvolle Studienreform zu erarbeiten.
Alle, auch nicht-NRWler, können unten online unterschrieben oder Unterschriftenlisten zum Selbersammeln ausdrucken und einsenden an:
jungeGEW Köln
Hans-Böckler-Platz 1
50672 Köln
Die Kampagne wird unterstützt von: AStA Uni Bochum, AStA Uni Köln StAVV (Studierendenausschuss der Vollversammlung der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Uni Köln), sds Köln, Juso-Hochschulgruppe Köln
21.6.2011: Diskussionsveranstaltung in Köln:
Wie weiter für eine sinnvolle Studienreform?
Dienstag, 21.6., 16 Uhr, Hörsaal VIIb, Hauptgebäude der Uni Köln - mit Dr. Matthias Burchardt
Veranstalter: GEW-Studis NRW, junge GEW NRW, AStA Uni Köln, sds Köln, Juso-Hochschulgruppe Köln
GEW-Ratgeber für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte
Als Bildungsgewerkschaft möchte die GEW mit diesem Ratgeber allen studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräten sowie Kolleginnen und Kollegen, die eine solche Tätigkeit in Betracht ziehen, helfen, ihre Rechte kennenzulernen und durchzusetzen.
Bundesweit arbeiten über 100.000 studentische Hilfskräfte. Hinzu kommen über 20.000 wissenschaftliche Hilfskräfte mit einer abgeschlossenen Hochschulausbildung. Zum Vergleich: Ihnen stehen knapp 38.000 Professorinnen und Professoren gegenüber.
HIS-Studie 11/2010:
Wissenschaftliche Karrieren
Das HIS (Hochschul-Informations-System) informiert in seiner Publikationsreihe "Forum Hochschule" über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen an Universitäten und Fachhochschulen.
Die 11/2010 veröffentlichte Studie befasst sich mit der Frage,
wie Nachwuchs-wissenschaftler/innen ihre berufliche Situation
beurteilen und wie viele Doktorand/inn/en und Post-Docs dauerhaft in der Wissenschaft tätig sein wollen.
Jaksztat, S.; Schindler, N.; Briedis, K.:
Wissenschaftliche Karrieren (HIS:Forum Hochschule Nr. F14/2010)
Beschäftigungsbedingungen, berufliche Orientierungen und Kompetenzen des wissenschaftlichen Nachwuchses
ISBN 978-3-930447-84-18
Vorfahrt für Bildung!
19. Sozialerhebung
Erhebung zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in Deutschland
Die Sozialerhebung ist eine im internationalen Vergleich einzigartige Langzeituntersuchung. Bereits 1951 fand die erste Befragung statt. Die Sozialerhebungen werden alle drei Jahre im Auftrag des Dt. Studentenwerks und mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom HIS durchgeführt. Befragt wird jeweils ein repräsentativer Querschnitt Studierender, die an einer Hochschule in Deutschland immatrikuliert sind.
Nach wie vor wenige Arbeiterkinder an Hochschulen
Während im Jahr 2009 71% der Akademikerkinder den Hochschulzugang schafften, waren dies bei Kindern aus Familien ohne akademische Tradition nur 24%. Das belegt die 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW).
Bafög-Handbuch der GEW
Handbuch für Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten.
21. Auflage, Marburg (Schüren) 2009.
208 S., 14,90 Euro, ISBN: 978-3-89472-286-9.
Das Buch kann im Buchhandel oder direkt beim Verlag bezogen werden.
Die Bildungsgewerkschaft unterstützt die Studierenden, Schülerinnen und Schüler dabei, sich im geltenden BAföG-Gesetzes- und Verordnungsdschungel zu recht zu finden und ihren Rechtsanspruch auf Förderung einer "der Neigung, Eignung und Leistung entsprechenden Ausbildung", wie es in Paragraf 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes heißt, durchzusetzen.
Die GEW freut sich daher sehr,eine Neuauflage des GEW-BAföG-Handbuchs für Studentinnen und Studenten, Schülerinnen und Schüler vorstellen zu können. Udo Gödersmann, Sprecher der GEW-Projektgruppe Studentische Sozialpolitik, hat die Neuauflage in Zusammenarbeit mit Renate Hakvoort und Enno Onnen bearbeitet. Für die GEW habe ich es herausgegegeben und mit einem Vorwort versehen.
Aus dem Inhalt:
- Das BAföG in Grundzügen
- Welche Ausbildungen werden gefördert?
- Persönliche Voraussetzungen
- Der Antrag
- Leistungsnachweis und Förderungsdauer
- Der BAföG-Bescheid und Rechtsbehelfe
- Unterhaltsverweigerung durch die Eltern
- Darlehen und Darlehenrückzahlung
- u. v. m.
Die 21.Auflage enthält alle Änderungen der 22. Novelle des BAföG, u.a.:
- Kinderbetreuungszuschlag für Studierende mit Kind
- BAföG-Anspruch für ausländische Studierende, die bereits langfristig aufenthaltsberechtigt sind oder eine aufenthaltsrechtliche Dauerperspektive haben
- Ausbildung im EU-Ausland und in der Schweiz vom ersten Semester an
