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GEW-Newsletter HuF 18.01.12
18.01.12 10:03 (0 Kommentare)
Hochschulen brauchen einen Personal-Kodex!
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GEW-Newsletter Hochschule und Forschung + Templiner Manifest-Newsletter
18.01.2012 - GEW: "Hochschulen brauchen einen Personal-Kodex!"
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KISSWIN-Tagung diskutiert Vorschläge der Bildungsgewerkschaft
Berlin / Frankfurt a.M. - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Hochschulen vorgeschlagen, sich mit einem Kodex zu einer guten Personalpolitik zu verpflichten. "In den vergangenen Jahren ist die Autonomie der Hochschulen auch in Personalangelegenheiten immer weiter gestärkt worden. Jetzt müssen sie unter Beweis stellen, dass sie mit der Autonomie verantwortungsbewusst umgehen können", erklärte das für Hochschulen verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller während der Tagung "Lust auf wissenschaftliche Karriere in Deutschland!" des Projekts KISSWIN.DE in Berlin. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das "Kommunikations- und Informationssystem Wissenschaftlicher Nachwuchs" (KISSWIN).
"Die Karrierewege an deutschen Hochschulen sind lang und unberechenbar, die Beschäftigungsbedingungen verschlechtern sich. Immer mehr Zeitverträge mit immer kürzeren Laufzeiten - das ist nicht nur unanständig gegenüber den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, auch Kontinuität und Qualität von Forschung und Lehre sind gefährdet. Um den Arbeitsplatz Hochschule auf Dauer attraktiv zu machen, brauchen die Einrichtungen einen 'Kodex für gute Personalpolitik'", betonte der GEW-Hochschulexperte.
Nach den Vorschlägen der Bildungsgewerkschaft sollten sich die Hochschulen in dem Kodex zu einer vorausschauenden Personalentwicklung und einem wirksamen Personalmanagement verpflichten. "Mit speziellen Überbrückungsfonds könnten die Hochschulen Beschäftigungslücken zwischen Drittmittelprojekten schließen und so die Stabilität wissenschatftlicher Arbeit fördern", sagte Keller. Weitere Vorschläge seien Mindestlaufzeiten von Zeitverträgen sowie die Einrichtung von Laufbahnen, die zu dauerhaften Beschäftigungsverhältnissen führen ("Tenure Track"). Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit müssten zu einem wichtigen Qualitätskriterium werden.
Den Hochschulen bot Keller Gespräche über die Ausgestaltung eines "Kodex für gute wissenschaftliche Arbeit" an. "Gute Wissenschaft und gute Beschäftigungsbedingungen sowie Berufsperspektiven sind zwei Seiten einer Medaille - gerne bringen wir unsere Expertise und die Perspektive der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein", unterstrich der GEW-Experte.
Info:
Der Vortrag von Andreas Keller mit den GEW-Vorschlägen kann im Internet unter www.wissenschaft.gew.de abgerufen werden. Weitere Informationen zur Tagung des Projekts KISSWIN.DE mit Videomitschnitten sind unter www.kisswin.de verfügbar.
Dr. Andreas Keller
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),
Hauptvorstand
Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands
Leiter des Vorstandsbereichs Hochschule und Forschung
Reifenberger Str. 21, D-60489 Frankfurt a. M.
Tel.: +49 (0) 69 78973-314, Fax: +49 (0) 69 78973-103
E-Mail: andreas.keller@gew.de, Internet: http://www.wissenschaft.gew.de
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sehr geehrte Damen und Herren,
"gleichwertig, aber andersartig" - auf diesen Begriff wird das Verhältnis der Fachhochschulen zu den Universitäten heute gebracht. Mit seinen "Empfehlungen zur Rolle der Fachhochschulen im Hochschulsystem" (Juni 2010) sowie "zur Differenzierung der Hochschulen" (November 2010) hat der Wissenschaftsrat wichtige Impulse zur Neuordnung des tertiären Bildungssystems gegeben. Die Bildungsgewerkschaft GEW nimmt dies zum Anlass, am 9. März 2012 in Zusammenarbeit mit der Hochschule Fulda in Fulda die Tagung "Wie anders? Wie gleich? Perspektiven der Fachhochschulen im tertiären Bildungssystem" durchzuführen.
In Fulda möchte wir mit Ihnen die Frage diskutieren, welche Perspektiven die Fachhochschulen im Zuge der Weiterentwicklung des Hochschulsystems haben. Zwei weitere Schwerpunkte sollen auf der Tagung gesetzt werden. Welche Wege zur Promotion stehen Fachhochschuabsolventinnen und -absolventen offen? Und: Wie steht es um die Beschäftigungsbedingungen und Karrierewege der an den Fachhochschulen beschäftigten Kolleginnen und Kollegen, wie aufgabenadäquat ist die Personalstruktur der Fachhochschulen ausgestaltet?
Referentinnen und Referenten sind Franziska Günauer (GEW-Projektgruppe Doktorandinnen und Doktoranden), Dr. Andreas Keller (Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der GEW), Prof. Dr. Karim Khakzar (Präsident der Hochschule Fulda), Erik Marqardt (Vorstandsmitglied des freien zusammenschlusses von studentInnenschaften), Katja Richter (Promotionsbeauftragte der Hochschule Fulda), Prof. Dr. Michael Stawiecki (Präsident der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg), Bernadette Stolle (Vorsitzende des Personalrats für das wissenschaftliche und künstlerische Personal der Fachhochschule Südwestfalen) und Dr. Torsten Wilhelmy (Geschäftsstelle des Wissenschaftsrats).
Zur dieser Fachtagung möchte ich Sie gemeinsam mit dem Präsidenten der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Karim Khakzar, herzlich einladen. Bitte benutzen Sie bei Interesse das beigefügte Anmeldeformular. Die Teilnahme ist kostenfrei. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der beigefügten Einladung mit Tagungsprogramm. Ich würde mich freuen, Sie in Fulda begrüßen zu können!
Mit freundlichen Grüßen und allen guten Wünschen für das neue Jahr
Ihr Andreas Keller

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