Demo am 23.1.10 gegen Militär im Klassenzimmer in Freiburg
Auf der bundesweit wohl ersten Demo gegen die Praxis der
Kultusministerien Soldaten als Erzieher den politischen Unterricht zu
ermöglichen, demonstrierten am Samstag,23.1.2010 über 500 in Freiburg
auf Initiative des Bildungststreiksbündnis. Bei der Auftaktkundgebung
am Platz der Alten Synagoge bedauerte einer der zahlreich teilnehmenden
Lehrer, dass die GEW sich nicht als Organisation zum Demoaufruf gegen
das Kultus-Ministerium entschliessen konnte. Das Freiburger
Friedensforum verurteilte die im Dezember unter Ausschluss der
Öffentlichkeit getroffene Vereinbarung in einem offenen Brief an den
Kultusminister.
Das Kultusministerium und einzelne
Rektoren rechtfertigten am Demo-Tag in der BZ ihr Treiben im übrigen
damit, dass schliesslich auch mit der IHK und Kirchen
Kooperationsvereinbarungen geschlossen wurden. Ein Hoch auf die
“heilige Dreieinigkeit” von Kirche, Kapital und Militär.
Geprägt wurde die Demonstration von den
Aktivistinnen des Bildungsstreikbündnisses und den Jugendorganisationen
der politischen linken Organisationen, die mit vielfältigen kulturellen
- Militaria-Einschultüten, Clowns, Sanitätern und Kannonenzug fürs
Klassenzimmer – Aktionen und Slogans die folgende Demonstation durch
die Freiburger Innenstadt nicht nur für die zahlreichen Shopper aus
dem Dreyeckland (Südbaden, Frankreich und Schweiz) zu einem
laustarken und bunten Ereignis machten, das sich gegen die “Militarisierung aller Lebensbereiche” richtete.

