Lehramtsanwärternnen und Lehramtsanwärter
herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Studium und zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst! Ihr seid der erste Jahrgang, der 18 Monate Ausbildung durchlaufen wird – dafür viel Erfolg! Die Reform des Vorbereitungsdienstes in NRW bringt leider nicht nur Verbesserungen der Lehrerausbildung in NRW, sondern auch manche Verschlechterungen Eurer persönlichen Situation. [Postkartentext]
Wir kritisieren:
1. Ihr bekommt das gleiche Geld wie Eure VorgängerInnen, müsst dafür aber mehr arbeiten, denn die Ausbildungszeit wurde von 12 auf 14 Wochenstunden erhöht!
2. Der Vorbereitungsdienst wurde nicht nur verkürzt, sondern zeitlich verschoben. Dadurch steht Ihr nach Eurer Ausbildung (im Regelfall) bis zum nächsten Einstellungstermin in der Schule mindestens drei Monate ohne Beschäftigungund Einkommen da!
NRW spart durch die Verkürzung des Vorbereitungsdienstes 70 Millionen Euro pro Jahr. Wir fordern: Dieses Geld muss in die Lehrerausbildung fließen! Praxissemester, Praktika und die von LAAs geleisteten Unterrichtsstunden müssen angemessen bezahlt werden!
GEW-Erfolg in Sachen Beamtenstreikrecht
Lehrkräfte dürfen streiken!
Verbeamtete Lehrkräfte dürfen streiken. Mit dieser im September veröffentlichten Entscheidung zum Streikrecht für Beamte haben die Richter des Verwaltungsgerichts (VG) Kassel Neuland betreten. Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik hat ein Gericht mit Blick auf die europäische Rechtsprechung Beamtenstreiks für rechtmäßig erklärt – und damit die Auffassung der GEW bestätigt. Jetzt ist eine höchstrichterliche Bestätigung des VG-Urteils notwendig, damit das unzeitgemäße und vordemokratische Verbot des Beamtenstreiks endgültig zu Grabe getragen werden kann. Doch bis dahin können noch Jahre vergehen.
(Ilse Schaad in Erziehung und Wissenschaft vom 4.10.2011)
Große Beteiligung an Warnstreiks im Rahmen der Länder-Tarifrunde
An den ersten drei Tagen der Warnstreiks nach der zweiten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder haben sich über 25.000 Landesbeschäftigte aus sieben Bundesländern an den Aktionen der Gewerkschaften beteiligt. Am Donnerstag folgen Streiks in fünf weiteren Ländern. Das GEW-Tarifrundenportal berichtet aktuell.
NRW-Beschäftigte haben endgültig genug vom Hinhalten!
GEW, ver.di, Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Deutsche Beamtenbund (DBB) protestierten am 1.3. mit mehr als 10.000 TeilnehmerInnen vor dem Landtag in Düsseldorf. Neben der Beendigung der sozialpolitisch untragbaren Ungleichbehandlung in der Bezahlung beamteter und angestellter Lehrkräfte fordern die Gewerkschaften in der Tarifrunde 2011 auch die längst fällige Verlängerung der Altersteilzeit für Angestellte sowie die Übertragung des Tarifergebnisses auf die beamteten KollegInnen.
Warnstreik der GEW am 04.05.2010 in Köln
GEW ruft für den 4. Mai zu Warnstreiks auf
Bericht vom INI-Treffen am 16.04.
L-Ego: Die Auseinandersetzung geht weiter!
Mit der Übergabe eines "Schecks" über 80.000 Unterschriften forderten GEW und dbb-Tarifunion heute in Hannover den Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Hartmut Möllring (CDU), auf, sich bei seinen Finanzministerkollegen für den schnellen Abschluss eines Tarifvertrages einzusetzen.
Mehrere Wochen lang hatten die Landesverbände die Unterschriften gesammelt und übergaben sie nun gemeinsam an den niedersächsischen Finanzminister. Neben dem Vorsitzenden Ulrich Thöne und Verhandlungsführerin Ilse Schaad nahmen von GEW-Seite aus zehn Landesvorsitzende sowie eine Delegation des Landesverbandes Niedersachsen an der Übergabeaktion teil.

Am Freitag den 16.04. traf sich die INI im DGB-Haus in Köln. Hier sind die Ergebnisse der Sitzung dokumentiert.